Die Verantwortlichen für das Königsberger Gebiet 1945 – 1948

Verantwortliche für das Königsberger Gebiet 1945 – 1948

Vier sowjetische Armeen in Nordostpreußen

26. März 1945 Marschall Ivan Christoforovic Bagramjan, Oberkommandierenden der sowjetischen Armeegruppe Samland.

Súbor:Bagramyan1938.jpg

6. April

39. Armee unter Generalleutnant Iwan Ljudnikow (Metgethen)

43. Armee unter Generaloberst Afanassi Beloborodow (Innenstadt Königsberg)

9. April

43. Armee unter Generaloberst Afanassi Beloborodow (Innenstadt Kg)

11. Gardearmee unter Generaloberst Kuzma Galiski ( zuvor Nemmersdorf, Ponarth bis südliches Stadtzentrum Kg, 1., 2. Gardepanzerkorps)

5. Armee unter Generaloberst Nikolai Iwanowitsch Krylow (Nemmersdorf)

28. Armee unter Generalobert A. A. Lutschinsski (Insterburg)

An der Spitze: Generalmajor Michail Smirnow

ab 5. Juli Generalmajor Michail Pronin

Hauptverantwortliche für die Freigabe zur Plünderung und Anzündung intakter Stadteile Kgs 10. – 12. April 1945:

Beloborodow, Galiski, Smirnow, Pronin

6. Mai 1945 Militärkommandantur Kg: Oberleutnant Iwanow wurde Trunkenheit vorgeworfen, er hatte kaum materielle Werte erfasst und keine Aussaat vorgenommen.

Hauptmann Aspossow desertierte mit Beutegut.

Stellvertreter für Wirtschaft der Militärkommandanten der 1., 2, 4. Königsberger Bezirke wurden abgesetzt:

Bezirk 1: Hauptmann Kascheschjan veruntreute Maschinen.

Bezirk 2: Hauptmann Tschermizow veruntreute Industrieanlagen und elektrische

Mühle.

Bezirk 4: Major Rescheko veruntreute Lager mit Industrieausrüstung.

Bezirk 7: Major Drewnow veruntreute Möbel.

8. Mai: Militärkommandantur von Stadt und Festung Königsberg.

Die Stadt wurde in acht Stadtbezirke eingeteilt mit jeweiligen Stadtbezirks-kommandanturen. Die Chefs der Bezirkskommandanturen begleiteten die Fronttruppe und richteten sich noch während der Kämpfe ein.

9. Mai: Smirnov wies die Stadtteilkommandanten an, schleunigst alle Kartoffellager (Mieten, Keller, andere Gebäude) zu kontrollieren und das Material zu sortieren. Der Kommandant wies mehrfach darauf hin, daß diese Maßnahmen der Ernährung der deutschen Bevölkerung bis zur neuen Ernte dienen sollten. Trotz mehrfachen Mahnens gab es keine Reaktion.

Hungersnot: Es wurde 1945 nicht gesäht und auch nicht geerntet under der Miliärverwaltung. Verantwortung: Personalverwaltung für die Rückwärtigen Dienste der 3. Weßrussichen Front, hatten keine Agronomen. Sowchosen wurden Juli 1945 beantragt, und waren erst am 15. Februar 1946 fertig gestellt.

Ab 10. Mai: Provisorische Verwaltung für Zivile Angelegenheiten im Sondermilitärbereich Nordostpreußen mit teilweise dt. Administration (Bürgermeister) in den 8 Kommandanturen. (Abteilungen Paßwesen, Handel, Industrie, Kommunalwesen und Lebensbedingungen sowie Gesundheitswesen).

Leiter der Verwaltung des Innenministeriums für das Kaliningrader Gebiet:

Generalmajor Trofimow, dann General Major Djomin leiteten die Aussiedlung der Deutschen. Nach der Planung von Generaloberts A. Serow, Stellvertretener Innenminister wurde erster KGB Chef.

Ab 19. Mai 1946: Leiter der Zvilverwaltung des Kaliningrader Gebiets

Wassili Andrejewitsch Borissow und Stellvertreter Fadejew

Leiter der Gebietsabteilung für Gesundheitswesen, Genosse Panafidin.

Dem Sowj. Hauptmann Goldmeister unterstanden alle Königsberger Krankenhäuser und wurde abgesetzt.

7. April 1945 Militärkommandantur der Stadt Königsberg

5. Juli Verwaltung der Militärkommandantur umbenannt

Chef Generalmajor Aleksandr Aleksandrovic Smirnov wurde ab 5. Juli 1945 vom Gardegeneralmajor Michail Andreevic Pronin abgelöst, der das Schicksal der Stadt in den Folgemonaten in der Hand hielt.

1947: Befehl zur Aussiedlung der deutschen: sowj. Innenminister

Generaloberst Sergej N. Kruglow.

Innenministerium Königsberger Gebiet: Verantwortlicher für Aussiedlerzüge A.M. Baranowski

Verantwortung für Ausmordung und Vergewaltigung der deutschen Bevölkerung:

Nicht die Nachschubvormationen, sondern die Infanteristischen Schützenverbände, besonders die zweite und dritte Welle, sind für die Vergewaltigungs und Tötungsverbrechen verantwortlich. Ihre Aufgabe habe darin bestanden, im Rücken der voranpreschenden Panzerverbände das Territorium ganzflächig zu besetzen und von verbliebenen feindlichen Stellungen zu „säubern“. Quelle: Manfred Zeidler: Kriegsende im Osten.

Drei Staffeln:

Der ersten Staffel blieb also gerade Zeit, die ,Uhri‘ und Schmuckstücke einzusammeln.

Die zweite Staffel hatte es weniger eilig; ihr blieb genügend Zeit, sich an die Frauen zu machen.

Für die dritte Staffel gab’s weder Schmuck noch frische Frauen mehr; doch konnte sie als Nachhut, die in der Stadt zurückblieb, in aller Muße ihre Koffer mit Kleidungsstücken und Stoffen vollstopfen.”

Lösung: Die Wehrmachtsuntersuchungsstelle erstellte noch während des Krieges die Kriegsverbrecherlisten nach Aussagen gefangener Rotarmisten!

Noch am 21. januar 1945 erließ Keitel eine Anordnung, in der er die Amtsgruppe WPr mit der Listenführung beauftragte:

In dieser Liste sind rückwirkend seit Kriegsbeginn und laufend weiter alle feindlichen Kriegsverbrechen gegen deutsche und verbündete Wehrmachtangehörige zu erfassen und auch die Kriegsverbrechen gegen deutsche und Verbündete Wehrmachtangehörige in

feindlicher Kriegsgefangenschaft und gegen die deutsche und verbündete Zivilbevölkerung aufzunehmen. Ebenso sind feindliche Führer, die aufgrund erbeuteter schriftlicher oder unter Zeugenaussagen erhärteter mündlicher Befehle ihre Untergebenen zur Begehung von Kriegsverbrechen angewiesen haben, in dieser Liste aufzuführen . . .

Aus der laufend fortzunumerierenden Liste muß der Name des Täters oder mittleren, höheren oder höchsten verantwortlichen Vorgesetzen ersichtlich sein, sowie Einheit, Tag und Ort des Vergehens eine ganz kurz zusammengefaßte Feststellung des Vorganges.

Namen nicht erfaßt worden sind, ist durch die Abteilungen Fremde Luftwaffen und Fremde Kriegsmarinen an Ortangaben nach Möglichkeit der verantwortliche höhere Führer zu ermitteln (…).“

Die Unterlagen waren von der beteiligten Wehrmachts-Dienststelle an die Wpr zu leiten. Es ist anzunehmen, dass auch die WUSt eine Liste für die Wpr zusammengestellt hat, jedoch ist eine solche in den vorhanden Akten im Bundesarchiv/Militärarchiv nicht ermittelt worden.“

Das Referat Fremde Heere Ost, hat bei der namentlichen Feststellung von Offizieren der sowjetischen Armee geholfen. So wurden für die Verbrechen an der Zivilbevölkerung in Ostpreußen u. a. die folgenden Offiziere verantwortlich gemacht:

Der OB der 3. Weißrussischen Front, Armeegeneral Tschernjachowskij,

https://c2.staticflickr.com/6/5089/5310266468_d4d7d9bb28_b.jpg

(Denkmal in Polen 2015 abgerissen)

Ruptly Tv  17.09.2015

das Mitglied des Kriegsrates Generalleutnant Chochlow,

der Chef der politischen Verwaltung Generalmajor Rasbijzew,

der OB der 31. Armee Generaloberst Glagolew.

Vasily Glagolev.jpg

BA-MA, H 3/690, S. 282 ff. Siehe vor allem Kriegsverbrecherliste Nr. 1 mit 21 Namen.

BA-MA, H 3/1231, S. 73f. ( Quelle: Die Wehrmachtsuntersuchungsstelle, deZayas, S.195 f.)

Bereits gesühnte Verbrechen im Raum Metgethen: Tragödie Ostpreußen, S. 341.

Heinz Stendke, 5. Panzerdivision, 19. Februar, Groß – Heydekrug: „ Ich selbst habe miterleben müssen, wie einige meiner Kameraden Russen aus den Betten deutscher Frauen holten, und sie sofort stehenden Fußes kastrierten. Die vergewaltigten Frauen stürzten sich in unserer Gegenwart mit Messern auf ihre Peiniger und nahmen blutige Rache. Ich hatte den Eindruck, in den Schlachthof der Hölle geraten zu sein. (…)

weitere Quellen: Nemmersdorf Ärztliche Untersuchungsunterlagen im Archiv vom 26.10.44 von Hauptmann Fricke, Freiburger Archiv im Kriegstagebuch der infanteriedivision 559.

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