Vorgeschichte Teil 1: Das Verhältnis der Wehrmacht zu der einheimischen Bevölkerung im Russlandfeldzug

Gab es einen „Ausrottungsplan gegen die slawische Bevölkerung“ seitens der deutschen Wehrmacht?

Fakten der  Zeitzeugen vs. Bildfälschungen des Propagandministeriums der UdssR.


Während des Zweiten Weltkrieges verbreitete das Sowinform Büro, geleitet von

Alexander Sergejewitsch Schtscherbakow und seinem

Stellvertreter Salomon Lozowsky eine Vielzahl von Bildfälschungen für die Frontpresse.

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Salomon Lozowsky

Erbeutete Fotografien von Wehrmachtssoldaten wurden in Stalins Malwerkstätten retuschiert, neu zusammengesetzt und übermalt. Es finden sich immer die gleichen Themen: Partisanen werden erhängt und eine Gruppe von deutschen „Gaffern“ schaut zu.

Als Grundlage nahm man Frontaufnahmen und überklebte diese mit gestellten Studioaufnahmen mit Schauspielern, welche Partisanen spielten. Schließlich wurde das überarbeite Foto neu abfotografiert und auf Flugblättern verteilt.

Da sich nach 1990 die gefälschen Fotos, als auch die originale in den russischen Archiven erhalten erhalten haben, kann die Retuschearbeit rekonstruiert werden.

Beispiele:

Original: Wehrmachtssoldaten mit Gänsen, Polenfeldzug 1939

1

Fälschung: Neuer Hintergrund und Himmel nur als weiße Fläche.

2

3

Original: Soldat zeigt erbeutetes Maxim – MG

4

Fälschung: Schauspieler wurden hineingesetzt. Die Baumgruppen im Hintergrund wiederholen sich.

5.0

5.1

Original: Ukraine 1941, freundschaftliches Verhältnis der Soldaten zur Zivilbevölkerung.

7

Fälschung: erhängte Partisanin wurde über den Mann geklebt, Fotoauflösungen und Belichtung passen nicht zueinander.

6.2

Original: Wahrscheinlich im Ghetto aufgenommen. Ein Jude zeigt seinen abrasierten Bart.

6.3

Fälschung: Wieder das gleiche Muster. Der Mann wird mit einem Baum verdeckt, an dem eine Partisanin erhängt wurde.

Drei weitere Fotos nach dem gleichen Muster, erhängter Partisane mit Baum oder Strick und  gaffende deutsche. Obwohl das Original nicht auffindbar ist, kann man auch hier eine Retusche vermuten.

10

Original: Foto von Zschäke am 20. April 1943 zeigt eine Ordensverleihung.

11

Fälschung: Wieder eine Partisanin, die am Panzerrohr erhängt werden soll. Der Strick wurde aufgemalt.

The frozen German soldier holding a vase stolen from the USSR. No original photo is available.

Toter Soldat trägt angeblich eine Beutevase mit sich.

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Deutscher Soldat schaut angeblich auf ein brennendes Dorf.

Zoomt man in das Foto hinein, entdeckt man, dass der Soldat aus einem anderen Fotos auf das Dorfbild aufgeklebt wurde. Man sieht die Randübergänge des anderen Fotos und Pinselstreifen des aufgemalten Schattens.

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Es sind mehrere Pinselstreifen zu sehen.

Private Fotoalben von Landsern auf dem Gebiet der Ukraine:

Handkameras machtes es möglich, dass der einfache Landser im Russlandfeldzug Privatfotos erstellen konnte. Hier folgt eine Sammlung aus Privaten Fotoalben deutscher Soldaten und Fotos der deutschen Propagandakompanien. Manche Fotos sind Schnappschüsse, andere wirken ein wenig inzensiert. Denoch zeigen die Fotos ein erstaunlich gutes Verhältnis der Landser zu der einheimischen Bevölkerung in der Ukraine, Weißrusslands und Russlands während der Einquartierung der deutschen bei den einheimischen Dorfbewohnern.

Bilder aus der Zeitschrift зхо воины No. 1 2007.

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Landser und Dorfbewohner spielten zusammen ein Theaterstück für die Frontpresse, um auf eine komische Art die anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten darzustellen.

Propagandabilder von der Ukraine 1941 zeigen ein freundschaftliches Verhältnis der Wehrmacht und der ukrainischen Bevölkerung.

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Privatfotos der Landser auf dem Gebiet der Ukraine 1941 zeigen genauso ein freundschafliches Verhältnis zur Bevölkerung.

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Landser wurden mit selbstgebauten Triumpfbogen empfangen.

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Soldaten und Einheimische lauschen einer Rede im Dorf.

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Mobile Zahnarztpraxis.

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Ein Dorffest, darunter auch Wehrmachtsoldaten.

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Landser werden von Einheimischen mit Milch und Brot versorgt.

a-german-soldier-shares-his-rations-with-a-russian-mother-1941Landser gibt einer russischen Frau Brot aus seinem Proviant.

Private Fotoalben von Wehrmachtssoldaten aus dem Gebiet Russlands:

Kontaktaufnahme und zahnärztliche Betreuung.

Wehrmachtssoldaten lassen sich mit russischen Kindern fotografieren.

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Norwegen, Soldat mit Kindern

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Die Fotos zeigen auch den Zustand, den die Sowjetunion hinterlassen hat. Überall sieht man Unterernährung und Kleidung, die nur noch aus Lumpen besteht.

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Wehrmachtssoldaten, die bei Russen einquartiert wurden.

Wehrmachtssoldaten verbinden verwundete Russen.

Wehrmachtsfotografien auf dem Gebiet Weißrusslands:

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Zeitzeugenberichte

Verhältnis der Wehrmacht zur Landbevölkerung an der Ostfront

Unterschiede in der Behandlung der Zivilbevölkerung:
1945 fragte die Harvard University 1.000 sowjetische Emigranten, „Wer sich von den Deutschen am besten verhalten hat“: 545 , nannten die Fronttruppen der Wehrmacht, 162 Befragte nannten die Zivilverwaltung und 69 die Truppen in den Rückwärtigen Gebieten. Quelle: Hartmann, C., „Verbrecherischer Krieg-Verbrecherische Wehrmacht?“

„Ostfront 1944“ von Rolf Hinze, S. 17.
„Soweit die Truppe unter Versorgungsmängeln litt und sich aus den Ortschaften versorgen mußte, zeigte sich die Bevölkerung sowohl in Litauen als auch in Weißrußland in jeder Weise hilfsbereit. Vielfach lehnte sie angebotene Geldzahlungen ab, weil sie
mit dem ihr zunächst unbekannten damaligen Besatzungsgeld noch nichts anfangen konnte.

Außerdem begrüßten sie die deutschen Truppen als Befreier.
„[…] Außerdem wurde jede Leistung für die deutsche Truppe entgolten, meistens in Brot. Das wußte die einheimische Bevölkerung durchaus zu schätzen.“

S. 19
Die NS Propaganda, welche die  sowjetische Bevölkerung als „Untermenschen“darstellte, erreichte die Soldaten an der Front vielfach nicht.
„[…] Man gewann ein eigenes Bild über Litauer, Juden, Weißrussen, Ukrainer und andere
Völkerschaften, erkannte auch deren oft eindeutige antikommunistische und (oder) antimoskowitische Einstellung und richtete das eigene Verhalten gegenüber der Bevölkerung danach aus.“

S. 20

Die Landser konnten sich sich die außerordentlich sadistische Behandlung der gefangenen Wehrmachtssoldaten durch Rotarmisten und Partisanen nicht erklären.
[…]Die deutsche Truppe ließ sich in ihrer Haltung zur Zivilbevölkerung durch solche Ausartungen keinesfalls beeinträchtigen. Auch der schon im Sommer 1942 erteilte Befehl Stalins, alle deutschen Soldaten, wo die Möglichkeit sich dazu biete, zu töten, veränderte die Haltung der deutschen Truppe nicht, gab jedoch Anlaß zu Überlegungen, wie sich die Frömmigkeit der Bevölkerung, zumindest auf dem Lande, und die erwiesene Gastfeundlichkeit, einerseits, mit sadistischen Massenmorden an wehrlosen Kriegsgefangene andererseits vereinbaren lasse.“

Kriegstagebuch des Ia des XXXXIX. Geb.-Korps vom 15.08.1941.
(…) „Der Gefechtsstand des Gen.Kdo. befindet sich in KIROWOGRAD. Die Stadt ist von den
Roten geplündert. Die Bevölkerung verhält sich den deutschen Truppen gegenüber loyal, teilweise geradezu freundlich (…)“
Quelle: NARA T314 R1200

Veröffentlichte Kriegserinnerungen, der russichen Schauspielerin Ljudmila Gurtschenko

in der Zeitschrift „Nasch sowremennik“ (Unser Zeitgenosse).

„Den Einzug der deutschen Invasoren in ihre Geburtsstadt Charkow am 24. Oktober 1941 erlebte Frau Gurtschenko im Alter von fünf Jahren.

Das kleine Mädchen sah (…) keineswegs die von der sowjetischen Geschichtsschreibung überlieferte heldenmütige Verteidigung bis zum letzten Mann und auch nicht die von Deutschen betriebene Strategie verbrannter Erde:

“ Weder Schüsse fielen, noch gab es irgendwelchen Lärm. Die Deutschen zogen schweigend ein. Ihren Gesichtern war weder Freude noch Triumph über die Einnahme der großen Stadt abzulesen. Ein paar Tage lang herrschte völlige Ruhe. Man merkte überhaupt nicht, daß der Feind einmarschiert war. Wo war der Krieg? “

Sie begegnete einem Deutschen mit Mundharmonika.

„Ein Landser trug sein Kochgeschirr in die Ecke eines Hofes und gab einem kleinen Mädchen von seiner Suppe ab. -„Im nächsten Augenblick drängten sich bereits andere Kinder mit Töpfen. Den Sommer 1942 über war ich Haupternährer unserer Familie.“

Die Schauspielerin Ljudmila Gurtschenko konnte als Russin soagr deutscher Frontkinos besuchen und sah den Film „Die Frau meiner Träume“ mit Marika Rökk. (…) „Mein Herz lief fast über von den Klängen der Musik, den neuen seltsamen Melodien. Alles war mir neu und unbekannt. Am nächsten Morgen trug Tante Walja die gleiche Frisur wie Marika Rökk: vorne kleine Löckchen und hinten Wellen.“

Damals beschloß Ljudmila, Filmschauspielerin zu werden. Sie lernte ein Lied aus dem Film auf deutsch auswendig und sang es, hilfswillig, vor deutschen Soldaten: „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine.“

Quelle: Der Spiegel, 27/1985.

 

 

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