Gedenken zum 8. Mai in Berlin

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Wir gedenken der deutschen Opfer der Ausschreitungen nach dem 8. Mai 1945 in Berlin

 

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Friedhof Lilienthalstraße

Der Neue Standortfriedhof Lilienthalstraße in Berlin-Neukölln wurde für 4935 gefallene Soldaten der Wehrmacht errichtet. Außerdem liegen dort  unbekannte Kriegstote der Schlacht um Berlin in Massengräbern.

Die Feierhalle wurde von dem Architekten Wilhelm Büning entworfen.

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Wir legten

zum 71- Jahrestag der deutschen Niederlage

einen Kranz für die Opfer der dreimonatigen Ausschreitungen der Sowjetischen Besatzungstruppen in Berlin 1945 nieder

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„Für die Kinder, Mädchen und Frauen, die Opfer von Vertreibung, Verschleppung, Vergewaltigung und Zwangsarbeit im Osten wurden. Der Gedenkstein entstand auf Initiative der damals 75-jährigen Hildegard Rauschenbach, die als 18-jährige aus Dickschen (Kreis Pillkallen) verschleppt wurde – wie geschätzte 250.000 andere auch – in ein sowjetisches Zwangsarbeitslager. 1948 kam sie aus dem Lager bei Schadrinsk nach Deutschland zurück. Nach einer Reise dorthin im Jahr 1991 und der Suche nach Massengräbern deutscher Frauen errichteten Einwohner Schadrinsks dort ein Stein. „‘Da habe ich gefragt, wieso es in Berlin keinen gibt‘, sagt die resolute alte Dame.“ (Berliner Zeitung, 14.11.2001) Seit dem 13. November 2001 gibt es ihn als Kopie des Steins in Sibirien und als einen „Ort der Mahnung, Frieden zu halten“. Es ist der erste Gedenkort für die verschleppten und misshandelten Frauen in Deutschland.

Inschrift rechte Seite: Dieser Gedenkstein ist / einer Stele aus Granit / nachempfunden, die die / Bürger aus Schadrinsk / in Sibirien (Russland) / am Gemeinschaftsgrab / deutscher Mädchen / und Frauen errichtet / haben, die in den Jahren / 1945 bis 1948 dort / interniert waren und / an den Folgen ihrer / Haft gestorben sind. / Die heimgekehrten Frauen / werden ihre Toten / nie vergessen. November 2001

Inschrift Vorderseite: Oben: Gegen Krieg / und Gewalt Mitte: Es mahnen die die Opfer von / Vertreibung, Verschleppung, / Vergewaltigung und Zwangsarbeit Unschuldige Kinder und Mütter / Frauen und Mädchen Unten: Ihre Leiden in den Wirren / des Zweiten Weltkrieges / sollen unvergessen / bleiben, um zukünftiges / Leid zu verhindern.“

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Den_Opfern_v._Vertreibung,_Verschleppung,_Vergewaltigung_u._Zwangsarbeit_(Friedhof_Lilienthalstra%C3%9Fe)

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Nach der Recherche der Filmerin Helke Sander wurden von Sowjetischen Truppen nach der Kapitulation 110.000 Frauen in Berlin vergewaltigt. Falls überhaupt Soldaten von ihren Offzieren erwischt wurden, drohte ihnen nur eine kurzer Haftaufenthalt. Nicht einmal in 70 Jahren hat die  internationale Militärgerichtsbarkeit gegen die sowjetische Armeeführung, im Gegensatz zu den Roten Khmer Tribunal, Anklage nach dem Völkerrrecht erhoben.  Der Artikel III des Kontrollratsgesetzes Nr. 4 vom 20. Oktober 1945 schließt sogar die Zuständigkeit deutscher Gerichte für strafbare Handlungen von Militärpersonen der Alliierten Streitkräfte oder Alliierte Staatsangehörige aus. Bis heute werden sowjetische Kriegsverbrechen von russischen Historikern un den Medien geleugnet und als „faschistische Märchen “ dargestellt. Eine Aufarbeitung der Taten des NKWD oder der Rolle der sowjetischen Flugblätter Aktionen wurde nicht angestrebt.

 

 

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Sowjetisches Ehrenmal Berlin im Treptower Park

 

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Die Bundesrepublik verpflichtete sich seit 1992 im Abkommen vom 16. Dezember 1992 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über Kriegsgräberfürsorge, den Bestand des Kriegerdenkmals dauerhaft zu gewährleisten, sie zu unterhalten und zu reparieren. Jedwede Veränderungen der Denkmale bedürfen dabei der Zustimmung der russischen Föderation.

Seit 1995 findet alljährlich am 9. Mai eine Gedenkkundgebung am Ehrenmal mit Blumen- und Kranzniederlegungen statt. Am 9. Mai 2015 besuchten ungefähr 10.000 Menschen das Ehrenmal zum 70. Jahrestages des Kriegsendes. Vorallem in Russland wird mit neuen Gedenkfeiern ein Hype um den 8. Mai gemacht, denn die Russische Armee würde nach der Meinung der russichen Medien und Historiker nur von Sieg zu Sieg schreiten. Trotzdem wurde Russland vom Westen im 20 Jh. gleich dreimal besiegt: Von den deutschen bei der  Tannenbergschlacht im August 1914; Stalins aufgestellte Armee wurde 1941 von der Wehrmacht aufgerieben, die neue Armee, die 1943 aufgestellt wurde, war kein Produkt Stalins mehr, und so blieb es 1945 bei einer Siegesfeier nur zu Ehren Stalins und nicht der Frontkämpfer; 1990-92 zerbrach die Sowjetunion und der Westen gewann den Kalten Krieg und die sowjetischen Kräfte wurden aus Mitteldeutschland abgezogen.

Entwurf für eine neue Gedenkkultur. Mahnmal für die Opfer des Stalinismus/ Mahnmal für die Opfer der sowjetischen Besatzungstruppen Berlins 1945

 

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